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Die Chronik der Dahlenmühle

1868
Karl von Schayck beginnt im Sommer mit dem Bau einer Holländer Turmwindmühle auf einem Grundstück seines Vaters Johann Heinrich Ludwig van Schayck aus Straelen im Vorster Feld.
23.12.1868
Zu Heiligabend geht die Mühle in Betrieb; es ist die erste rein privatwirtschaftliche Korn-, Öl- und Früchtemühle in Sevelen.
1880
Karl van Schayck erbt nach Tod seines Vater die Mühle und das Grundstück.
1908
Die Söhne Karl van Schaycks, Friedrich (1901-1908) und Theodor (1908-1915) übernehmen nacheinander die Mühle als Pächter.
1915
Karl van Schayck überträgt die Mühle seiner Tochter Allegunde und deren Mann August Dahlen vom Dahlenhof in Klein-Holthuysen zu Eigentum. Sie übernehmen den Betrieb und ziehen von Alpen nach Sevelen um.
1935
Allegundes und August Dahlens Sohn Franz Theodor übernimmt als 21-jähriger, nach dem Tod seines Vaters den Betrieb.
02.03.1945
Beim Vormarsch der Alliierten auf Sevelen werden alle Wohn- und Wirtschafts­gebäude zerstört. Mit dem Schutt wird die gesprengte Brücke über den Bahndamm die Nieukerker Strasse provisorisch passierbar gemacht.
31.12.1954
Franz Theodor Dahlen gibt nach Wiederaufnahme des Mahlbetriebes 1946 Mühle und Futtermittelgeschäft als letzter aktiver Müller auf.
1968/69
Die Mühle erhält im Zuge äußerer Renovierungen ein neues Flügelkreuz, eine schindel­gedeckte Haube, neue Fenster und einen Anstrich der Fensterumrandungen
1973
Franz Theodor Dahlen stirbt und seine Witwe Sofia, geb. Hinzen, wird Eigentümerin.
1986
Die Mühle wird in die Denkmalliste der Gemeinde Issum eingetragen.
1994
Nach dem trockenheitsbedingten Bruch eines Flügels am 16.08. muß das gesamte Flügelkreuz abgenommen werden.
1995
Das Anwesen mit der Mühle geht auf den Urenkel des Erbauers, Hans-Josef Dahlen über.
06.11.1998
Der Museumsverein Dahlenmühle wird gegründet; 1. Vorsitzender wird Christoph Dahlen; die fünfte Generation tritt in die Verantwortung für den Familienbesitz ein.
2000
Die Mühle erhält eine neue, kupferne Dacheindeckung, ein neues Flügelkreuz aus Metall und ein neues Stertwerk.
2007
Das Mauerwerk des Mühlenturms wird saniert, die Aus- und Umbaumaß­nahmen gehen weiter, damit der Museumsbetrieb und ein geplantes Café ihre Arbeit aufnehmen können. Die Rheinische Post berichtet.
2008-2010
In mehreren Abschnitten wird der Ring um das Erdgeschoß der Mühle ausgebaut. Es entstehen ein Ausstellungsbereich, Toilettenanlagen und ein Gästezimmer. Für die künftige Nutzung entstehen zusätzliche 170m² Nutzfläche.
2011
Jetzt können am Deutschen Mühlentag (Pfingstmontag) oder nach Vereinbarung die historische Windmühle, der Park und der Japangarten besichtigt werden. Die neu eingerichtete Ferienwohnung an der Mühle kann gebucht werden.